…mit Vielfalt und feinem Musiziergeist:
Mit einem bunten und stilistisch weit gespannten Programm präsentierten sich im Frühjahrskonzert der Musikschule Schöneck-Nidderau-Niederdorfelden junge und erwachsene Musikerinnen und Musiker. Im Bürgerhaus Niederdorfelden konnte Ann Bernstein, die durch das Konzert führte, dem Publikum eine eindrucksvolle Mischung aus Volksmusik, Barock, Klassik, Romantik und moderner Unterhaltungsliteratur ankündigen.
Den Beginn gestaltete „Greensleeves“, das Ensemble für Folk und Alte Musik unter Leitung von Eckehard Schneider. Mit den auch gesungenen französischen und kroatischen Volksweisen „Le Blaireau“, „Sur lePont de Lyon“ und „Sve Pticice Iz Gore“ entfalteten die Musikerinnen und Musiker auf Blockflöte, Querflöte, Fagott, Akkordeon, Gitarre und Trommel ihren typischen Klang. Mit einem lange Zeit J.S. Bach zugeschriebenen Menuett von Christian Petzold zeigte Helen Vu als jüngste Konzertteilnehmerin am Klavier (Klasse Ann Bernstein) bereits stilistische Klarheit und sensibles Spiel. Anschließend überzeugte Lilia Wiehe (Violine, Klasse Heidrun Zilian-Weber) mit Largo und Presto aus Antonio Vivaldis a-Moll-Konzert op. 3, begleitet von Valentin Haller am Klavier. Ihre technische Sicherheit, eine saubere Bogenführung und der weiche Ton belohnten sie mit ausgiebigem Applaus.
Es folgte die junge Bratschistin Elisabeth Kahlert, (Klasse Heidrun Zilian-Weber) die Mozarts berühmte Arie „Non più andrai“ aus „Die Hochzeit des Figaro“ KV 492 gemeinsam mit Valentin Haller als reizvolle instrumentale Version für Viola und Klavier interpretierte. Michael Manthei (Klasse Anna Mixa) rundete den ersten Konzertteil mit dem Kopfsatz „Allegro ma non troppo“ aus Beethovens berühmter Klaviersonate G-Dur op. 49 Nr. 2 ab und überzeugte durch Virtuosität und stürmisches Tempo. Zwei Arien aus Mozarts Zauberflöte – „Zum Zieleführt dich diese Bahn“ und „Du feines Täubchen, nur herein“ – vorgetragen als charmantes und technisch souveränes Klarinettenduett von Pauline Seidl und ihrem Lehrer Björn Grün – führten in die Pause.
Im Anschluss eröffnete James Muggleworth (Klasse Ann Bernstein) mit Robert Schumanns „Träumerei“ den zweiten Konzertteil – innig, ruhig und mit wohl dosiertem Anschlag. Das anschließende Cello-Ensemble (Matteo Fieber, Marlene Ramon-Müller, Leon Craul, Liam Waldmannstetter, Klasse Daniela Craul) brachte Felix Mendelssohns Notturno aus „Ein Sommernachtstraum“ mit warmem, homogenem Klang zum Leuchten. Mit dem ersten Satz aus Johannes Brahms’ Sonate für Violoncello und Klavier e-Moll op. 38 beeindruckte Annalena Angermann (Violoncello, Klasse Simon Ullmann) gemeinsam mit Heike Heckmann am Klavier. Der ausdrucksstarke, reife Vortrag bildete einen Höhepunkt des Konzerts. Mit André Caplets „Rêverie“ zeigte Sarah Hamsen (Querflöte, Klasse Heike Reinking) eine lyrische, klangschöne Interpretation, begleitet von Valentin Haller.
Noch einmal sorgte James Muggleworth am Klavier für Ruhe: Er interpretierte Erik Saties Gymnopédie Nr. 1 – schlicht und atmosphärisch dicht. Die Flötistin Anneke Krüger (Klasse Heike Reinking) setzte gemeinsam mit dem Korrepetitor des Abends Valentin Haller und einem schwungvoll vorgetragenen „Spanischen Tanz op. 437/4“ von Wilhelm Popp den temperamentvollen Abschluss der solistischen Beiträge. Zum Finale brachte das Blechbläserquintett der Musikschule (Einstudierung Roman Mixa) mit „Mouse and Friends 1“ von Hans Zellner bekannte Fernsehmelodien in frischen, humorvollen Quintett-Arrangements auf die Bühne. Die jungen Musikerinnen und Musiker – Loris Hinkel, Jannis Hamsen (Trompeten), Karolin Bauer (Waldhorn), Alba Groetsch (Posaune) sowie Tubist Patrik Heider– sorgten mit der Maus, Pippi, Pumuckl und Heidi für einen beschwingten und fröhlichen Ausklang.